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Stadt-Umland-Konzept (SUK)
für die Stadtregion Elmshorn

Entstehungsprozess

Bundesförderprogramm „REFINA“

Die Verminderung der Flächeninanspruchnahme und Initiierung eines nachhaltigen Flächenmanagements ist eine zentrale Aufgabe der Nachhaltigkeitspolitik in Deutschland. Im Rahmen des Förderschwerpunktes „Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement (REFINA)“ des Bundeministeriums für Bildung und Forschung sollten dementsprechend Strategien zu einem effizienten Umgang mit Grund und Boden entwickelt werden. Die Erkennung von Grenzen und Risiken einer wachsenden Flächeninanspruchnahme sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Art sowie die Entwicklung, Prüfung und Umsetzung von Strategien und Lösungsansätzen zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und zu einem nachhaltigen Flächenmanagement standen im Mittelpunkt des Forschungsprogramms. 110 Projekte wurden in diesem Zusammenhang bundesweit gefördert. Die Entwicklung und Erprobung eines integrierten Stadt-Umland-Modells für die Stadtregionen Pinneberg und Elmshorn stellte eines davon dar.

Das REFINA-Projekt „Stadt-Umland-Modell“

Das Stadt-Umland-Modell wurde in den Bereichen Pinneberg und Elmshorn im Zeitraum vom 01.05.2007 bis zum 31.10.2009 mit dem Ziel erprobt, ein Modell zu entwickeln, welches umsetzungsfähige Kooperationsstrukturen mit bundesweitem Vorbildcharakter bereithält, um vertrauensvoll und miteinander eine bestmögliche Flächenentwicklung abzustimmen. Durch die Förderung in Höhe von 200.000 € sollte es den Regionen ermöglicht werden, wissenschaftliches Know-How und wissenschaftliche Beratung und Moderation für konzeptionelle Arbeiten bei der Aufstellung des Konzeptes nutzen zu können. Neben dem Kreis Pinneberg als Projektträger und den Kommunen der Stadtregionen waren als Partner dementsprechend auch der "Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg" als Referenzregion und Inputgeber, die Investitionsbank Schleswig-Holstein für die laufende finanzwirtschaftliche Plausibilitätskontrolle und das Institut Raum & Energie GmbH als Projektmanager und wissenschaftlicher Berater beteiligt.
Ein wichtiger Aspekt bei der Erstellung des Stadt-Umland-Konzeptes stellte stets die Gewährleistung des Interessensausgleiches der Beteiligten dar. Das Projekt umfasste aus diesem Grund die folgenden Arbeitsmodule: 
  
- Fassung von Grundsatzbeschlüssen zur Kooperation und zu den zentralen Zielen
  der Kooperation einschließlich der Finanzierung 
- Koordination und Kommunikation der Beteiligten über den gesamten Zeitraum
  des Projektes 
- Weiterentwicklung der Kooperationsvereinbarung auf Grundlage einer SWOT-Analyse, 
  welche die Ausgangssituation darstellt  und Empfehlungen zur Siedlungsentwicklung
  beinhaltet 
- Bestandsaufnahme, Analysen, Strategie- und Instrumentenentwicklung 
- Erarbeitung und Beschlussfassung des Stadt-Umland-Modells mit konkreter
  Flächenplanung 
- Erarbeitung und Beschluss des Interessensausgleichssystems 
- Begleitende Evaluation und ökonomische Plausibilitätsprüfung aller Konzeptbausteine 
- Erarbeitung und Präsentation von Empfehlungen für Wissenschaft und Praxis.

Die Ergebnisse des Projektes „Stadt-Umland-Modell“ können im Handbuch für die kommunale Praxis „Stadt-Umland-Kooperation: Stellschrauben zur Stärkung der regionalen Zukunftsgestaltung. Ein Leitfaden für die kommunale Praxis nach den Erfahrungen im REFINA-Verbundvorhaben »Integriertes Stadt-Umland-Modellkonzept Elmshorn / Pinneberg zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme« nachgelesen werden.

Weiterführende Informationen

Bundesförderprogramm REFINA

Forschung für nachhaltige Entwicklungen